Effelder-Rauenstein Ueberschrift
 
 
 

Zur geschichtlichen Entwicklung der Porzellanmanufaktur Rauenstein

Die Porzellanmanufaktur in Rauenstein, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Sonneberg und zur Zeit der Gründung im Sachsen-Meininingischen Land gelegen, ist eine der typischen Thüringer Waldfabriken. Ihre Geschichtereicht noch in das Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Zwei Lauschaer Greiners, der unternehmungsfreudige Glas- und Porzellanmaler, Johann Nicolaus Greiner (1753-1826) und der vermögende Glas- und Hüttenmeister Johann Friedrich Greiner (1784-1820), beschäftigte sich vor 1783 in Gemeinschaft mit dem Glas- und Hüttenmeister Johann Georg Greiner aus dem benachbarten Glücksthal und dem Wildmeister Johann Andreas Friedrich Kämpfe (1753 bis 1803) aus Neubaus am Rennweg mit der Errichtung einer Porzellanfabrik in Lauscha, der Hochburg der Thüringischen Glasmacherei.

Eine Massemühle war dort bereits erbaut worden, das Porzellanvorhaben scheiterte aber am Widerstand der Glasmeisterschaft, die eine Beeinträchtigung ihrer Belange, insbesondere das Knappwerden der Brennholzvorräte befürchtete.
Ein neues Konsortium, dem neben dem oben genannten Johann Friedrich und Johann Georg-Greiner, ein Sohn des letzteren, Christian Daniel Siegmund Greiner (1761 bis 1808), angehörten, ersuchte im Februar 1783 Herzog Georg von Sachsen-Meinigen um die Konzession zur Gründung einer Porzellanfabrik in Rauenstein.

Dieser damals 33 Häuser und 176 Einwohner zählende kleine Ort galt, ungeachtet seiner reizvollen Lage, als einer der Ärmsten des Thüringer Waldes. Der karge, unfruchtbare Boden und das rauhe Klima gaben der Landwirtschaft kaum Chancen, so daß sich die Bewohner überwiegend mit Waldarbeiten und Holzschnitzerei beschäftigten und im Sommer als Heumacher bis in die Harzgegend hin verdingten.

So war es verständigendes man sich am Meininger Hof dem Ersuchen geneigt zeigte, würde doch " ein solches Etablissement ... eines Theiles nicht nur dem Dorfe Rauenstein, sondern auch den angränzenden Orten, die gleichergestalt über Mangel des Gewerbes klagen, ein gesegnetes Mittel syn, so vielen armen, arbeitslosen Familien Unterhalt und Wohlstand zu verschaffen." Überdies versprach man sich Gewinn, der "auf vielfache Art in die herrschaftliche Kasse fließet."



Die Unternehmer lockten zweifellos die ausgedehnten Wälder des Rauensteiner Forstes und die in der Nähe gelegenen Rohstofflager; zudem glaubten sie, hier ausreichend billige Arbeitskräfte zu bekommen. Schon am 3. März 1783 wurde das großzügig gehaltene Privileg erteilt. Es sicherte unter anderem die Bereitstellung von jährlich 400 Klafter Holz zu und verlieh dem Konsortium den Steinbruch am Sandberg in Erbpacht.

Auch für den Fall, daß sich die Unternehmer infolge der zunehmenden Konkurrenz genötigt sehen sollten, die Fabrik in eine Glashüte umzuwandeln, wurde ihnen die Aufrechterhaltung aller erteilten Privilegien garantiert. Der erste Brennofen konnte bereits im Frühjahr 1783 am Fuße des malerischen Burgberges nahe dem Schloß erbaut werden. Als "Präperationswerk" für Masse und Glasur diente das 1758 angelegte Pochwerk bei der Glashütte in Glücksthal.

Ein brauchbares Domizil für die Fabrik selbst gab das ehemalige Schaumbergische Herrenhaus aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert ab, so daß noch im Laufe des Jahres 1784 mit der Porzellanfabrikation begonnen wurde. Zu dem am 7. April des gleichen Jahres "erlegten" Betriebskapital der drei Teilhaber von rund 3123 Reichstalern steuerte der Lauschaer Hüttenmeister Johann Friedrich Greiner allein 2453 Reichstaler bei.

Das zunächst für sechs Jahre in Pacht genommene stattliche barocke Schloßgebäude konnte am 3. Februar 1786, noch vor Ablauf des Mietkontraktes, für 1000 Reichstaler preisgünstig erworben werden. Diesmal war Christian Daniel Siegmund Greiner der Geldgeber. Eine erste Erweiterung der Fabrik erfolgte 1783 durch den Erwerb des Rauensteiner Dorfwirtshauses. Inzwischen waren es aber nur noch zwei Gesellschafter, Johann Georg Greiner schied bereits am 23. Oktober 1784 aus dem Konsortium aus. Als Gewinn buchte er knappe 200 Reichstaler.

Eine Notiz in der Gothaischen Handelszeitung aus dem Jahre 1787 zufolge, wurde anfangs "nur das gewöhnliche blaue Porzellan" fabriziert, es mag qualitätsmäßig nicht das beste gewesen sein. In den folgenden Jahren kamen Dejeuners, Kaffee- und Teeservice hinzu, Mundtassen, Schreibzeuge, Ziervasen und -teller, Türkenbecher, Messergriffe, Pfeifenköpfe, die auch farbig staffiert wurden. Als Rohmateralien fanden Verwendung der wegemäßig günstig gelegene Steinheider Sand, die weiter südlich, in der Nähe von Coburg, gewonnene Kipfendorfer Tonerde, um die sich mit der Wallendorfer Fabrik ein Streit entspann, sowie nach 1819 auch Sand aus dem benachbarten Amt Neuhaus am Rennweg.



Zweifellos kam die Rauensteiner Fabrik gut ins Geschäft, denn schon 1787 wandte sich Christian Daniel Siegmund Greiner an den Meininger Hof wegen einer erforderlichen weiteren Vergrößerung des Betriebes. Und zwar dachten die Greiners, da die Möglichkeiten am Ort offenbar begrenzt waren, an die Umwandlung einer auswärtigen Glashütte in eine Porzellanfabrik.

Auch der sicher nicht leicht wiegende Verlust des neuerbauten Brennhauses, das im September 1787 zusammen mit einem Holz-Lagerschuppen völlig abbrannte, vermochte die Aufwärtsentwicklung der Fabrik nicht zu hemmen. Ersuchte doch Christian Daniel Siegmund Greiner zu Beginn der neunziger Jahre die Kammer in Meiningen, zukünftig jährlich 200 'Klafter Holz zusätzlich zu bewilligen. Das Unternehmen beschäftigte 1792 mehr als 100 Arbeiter, die teilweise aus den umliegenden Gemeinden Meschenbach, Theuern, Grümpen, vornehmlich aber aus Schalkau und Lauscha nach Rauenstein kamen. Sie nahmen den Weg täglich zu Fuß oder blieben, im Brennhaus übernachtend, bis zum Wochenende in der Fabrik. So darf schon zu dieser Zeit die Rauensteiner als eine der produktivsten Porzellanfabriken des Thüringer Waldes gelten. Der Ort selbst, ein beredter Spiegel dieser Situation, war bereits 1789 auf 48 Häuser mit 354 Bewohner angewachsen.

Im April 1794 erhielten die Greiners die Konzession zum Betrieb einer kleinen Fabrik, in der die Metallbew;i'Läge für Pfeifenköpfe, Urnen und Knöpfe hergestellt wurden. Mit diesen Artikeln, die man bisher für jährlich ca. 4000 Reichstaler aus Suhl, Eisenach und Saalfeld bezog, versprach man sich ein zusätzliches Geschäft. 1797/98 beteiligten sich schließlich die Rauensteiner Greiners, gemeinsam mit den Söhnen Gotthelf Greiners in Limbach, an der Porzellanmanufaktur in Kloster Veilsdorf.

Die Fabrik in Rauenstein hatte sich inzwischen weiter vergrößert, sie verfügte 1802 über vier große Brennöfen, unterhielt zwei Massemühlen in Glücksthal und im Theuerner Grund, unterhalb von Steinheid, sowie ein Pochwerk am Ort. Die Zahl der Porzelliner, außer der für die Fabrik tätigen Tagelöhner, Holzmacher und Fuhrleute, hatte die 120 überschritten. So nimmt es nicht wunder, daß Christian Daniel Siegmund Greiner dem die Leitung des Unternehmens im wesentlichn oblag, 1805 mit einem Teil der Beschäftigten auf seine Güter in der Nähe von Schalkau umzusiedeln beabsichtigte.

Dort sollte ein neuer Brennofen errichtet werden. Gleichzeitig ersuchte Greiner in Meiningen um die Übertragung der Gerichtsbarkeit, wie sie in früheren Privilegien gewährt wurde. Offenbar wollte er zu erwartenden Schwierigkeiten mit den Arbeitern begegnen. Allzu geringe Löhne sind, im Vergleich zu anderen thüringischen Porzellanfabriken, in Rauenstein nicht gezahlt worden: Ungelernte Arbeiter verdienten wöchentlich etwa zwei Reichstaler, Fachkräfte drei bis neun.
1802 ist in Rauenstein die beachtliche Zahl von 42 Buntmalern beschäftigt worden, Blaumaler hingegen gab es nur 17. Das Warensortiment muß demzufolge eine gründliche Wandlung erfahren haben. Es kommen unter anderem hinzu elf Former, 23 Dreher, ein Kapseldreher, sieben Brenner, ein Einschmelzer, drei Glasurer. Zu den von der Rauensteiner Manufaktur engagierten Malern gehören der zuvor in Kloster Veilsdorf nachgewiesene und angesehene Heinrich Christian Kahn, Johann Friedrich Haag, vielleicht identisch mit dem um 1790 in Limbach tätigen gleichnamigen süddeutschen Buntmaler,und der 1789/90 erstmals genannte Johann Karl Ens (1756-1823). Dieser erhielt seine Ausbildung an der Porzellanfabrik Bruckberg (Ansbach), heiratete 1790 in eine der Familien Greiner in Lauscha ein und wurde dort seßhaft. Ab 1791 ist er als Maler auch für die Greiners in Limbach bezeugt. Als renommierter Porzellanmaler machte sich sein Sohn Karl Ens sen. (1802-1865) einen über Thüringen hinausreichenden Namen. Er wurde 1837 Teilhaber der Lauschaer Porzellanmalerei Ens & Greiner, ab 1863 war er an der Volkstedter Fabrik beteiligt. Wohlbekannte Namen begegnen uns auch in Johann Gottlieb Gottbrecht (1784) und Franz Horn(1789), die in Rauenstein beide als Kunstdreher geführt werden.



Der künstlerische Ehrgeiz war in Rauenstein nicht allzüi ausgeprägt. Zahlreiche der Erzeugnisse bestimmt eine ausgemacht volkstümliche Note, die dem kleinbürgerlichen und bäuerlichen Geschmack Rechnung trägt. Anspruchsvolle Geschirre wurden, auch späterhin, nicht produziert, bei den Dekoren legte man sich Über Jahrzehnte hinweg fest und gebrauchte sie mehr oder weniger schematisch. Verbreitet war vor allem das "Blauzeug" (Strohblumenmuster) und das sogenannte indianische Purpurmuster ("Purpur halb Stroh" und "Purpur ganz Stroh"). Gleich den Blau-Modellen, die das bekannte Meißner Zwiebel- und das Delfter Muster einbezogen, wurde die Ausstattung mit Gold bereichert.

Überaus beliebt war auch das vorwiegend in Blau und Grün ausgeführte Vogel-Blumen-Muster, das man, nach ostasiatischem Vorbild entworfen, nicht selten ebenfalls eisenrot Farben höhte und vergoldete sowie mit exotischen Vögeln und kleinen Pagoden versah. Die Modelle mit der gern ganz oder teilweise gerippten Oberfläche führten die Bezeichnung "chinesich" und "japanesisch". Erhielten derart staffierte Vasen silbergeschmiedete Henkel und Deckelknäufe montiert, konnte ein kostbarer Eindruck erzielt werden.

Nicht minder verbreitet und für Rauenstein durchaus charakteristisch war die "bunte Blumenmalerei", volle prangende Blumenbuketts auf geripptem Grund. Derart rustikal dekorierte, beliebige birnenförmige Kaffeeoder bauchige Teekannen, goldumrandete Kuchenteller, durchbrochene Körbchen und Schalen-lassen ungewollt an die Malerei von Bauernmöbeln denken. Diese Formen und Dekore blieben bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein lebendig. Ein hübsches farbiges Streublümchenmuster lief unter dem Namen "Vieux Nyon".

Natürlich konnte man auch die 11 antike Facon" nicht ganz übersehen, sie wurde in Rauenstein offenbar etwas stiefmütterlich behandelt. Immerhin gibt es beglaubigte Stücke, die ein wenig steif mit den obligaten Schleifen und Girlanden, Urnen und Ruinenlandschaften verziert sind, gelegentlich purpurfarben und mit figürlicher Staffage, ab und an mit dunklem, schwarz-blauem Fond. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen das sogenannte hessische Rosen- und das grüne Weinlaubmuster auf.
Dem figürlichen Porzellan scheint in Rauenstein zunächst wenig Beachtung geschenkt worden zu sein, zumindest liegen schöpferische Leistungen bisher kaum vor. Es sind Nachahmungen fremder Modelle, so der bemerkenswerten Veilsdorfer Komödienfiguren bekannt. Das Thüringer Museum in Eisenach bewahrt einen inschriftlich für die Fabrik bezeugten gelb gefleckten Hund (Briefbeschwerer?), der auf einem Natursockel ruht.

Ende des vergangenen Jahrhunderts lebte die Figurenproduktion offensichtlich auf. Die Jahreszeitenfiguren, Landmädchen und mytologische Darstellungen sind im Geschmack des wieder in Mode gekomenen Rokoko gehalten und ziemlich ideen- und kraftlos. Dazu gesellen sich antike Büsten, Mozart- und Beethovenköpfe, Kaiserund Bismarckfiguren. Die älteren Rauensteiner Erzeugnisse wurden mit einem in der Regel verhältnismäßig klein gehaltenen "R", mit und ohne Stern bzw. Punkt, gemarkt, und zwar in Blau und Grün unter sowie in Rot (vorzugsweise Purpur) über der Glasur.

Dem Nichtfachmann kann leicht eine Verwechslung mit dem Rotbergschen Porzellan aus Gotha unterlaufen, die Verschiedenartigkeit von Masse und Glasur sowie Art und Qualität der Malerei schließen jedoch Fehlzuordnungen nahezu aus. Nicht so leicht fällt die Unterscheidung von den ebenfalls mit "R" bezeichneten Rudolstadt-Volkstedter Artikeln zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Die Rauensteiner Bodenmarke "R-n" in der Regel Blau unter der Glasur, scheint gegen 1800, vielleicht auch schon etwas früher in Gebrauch gekommen zu sein. Seit etwa 1850 wurden, wiederum in Unterglasurblau, die häufig anzutreffenden gekreuzten Fähnchen mit den daruntergesetzten Buchstaben "R-n" benutzt. Der auch in Rauenstein eine Zeitlang üblichen Nachahmung der Meißner Kurschwertermarke ist 1788 wohl ein Riegel vorgeschoben worden.

Nach Rückschlägen, die mit den napoleonischen Kriegsjahren zusammenhingen, ging es bald wieder bergauf. So lag der Umsatz des Unternehmens in den Jahren 1811 bis 1823 zwischen 20014 und 45884 Reichstalern. Die "Handlungsunkosten" bewegten sich im gleichen Zeitraum zwischen 13221 und 30542 Reichstalern, die Gewinne zwischen 370 und 14179 Reichstalern. Zu deren Steigerung wurden alle möglichen Mittel eingesetzt, so auch die seit 1816 erfolgte Prägung fabrikeigener Münzen. Die im Volksmund als "Wanzen" bezeichneten Kupferstücke hatten selbst in den umliegenden Orten Gültigkeit. Wurden die Rauensteiner Porzellane früher mehr im Lande, ja in der näheren Umgebung (Sonneberg, Hildburghausen, Coburg)abgesetzt, gelangten sie nun nach Holland, Dänemark, Schweden und sogar bis hin nach Petersburg.

Die Besitzverhältnisse nach Johann Friedrich Greiners Tod (1820) gestalteten sich recht kompliziert und gereichten der Rauensteiner Fabrik nicht zum Vorteil. Greiners Anteil an dem Unternehmen gelangte an seine Tochter Christiane Elisabeth Friederike Greiner, Gattin des Limbacher Fabrikherrn Johann Michael Gotthelf Greiner. 1849, nach dessen Tod verkaufte sie den Anteil für 21500 Gulden an den Schalkauer Kaufman ' n Georg Heinrich Wirth. Dieser beauftragte seinen Schwiegersohn Ernst Wilhelm Georgii mit der Leitung der Porzellanfabrik.

Christian Daniel Siegmund Greiners Sohn, Eugen Georg Friedrich Theodor Greiner, war bereits 1821 gestorben. Dessen Part an der Fabrik ging an seine zweite Gemahlin Antonie Amalie Auguste Greiner über, einer Enkelin Gotthelf Greiners aus Limbach. 1858 erwarb Georg Heinrich Wirth, kurz vor seinem Tod, auch noch diesen Anteil und berief den sachverständigen Ferdinand Kahle aus Saalfeld zum Direktor nach Rauenstein. Unter Kahles Oberleitung wurden, nach langer Zeit, bauliche Neuerungen vorgenommen, so zwei alte Brennhäuser durch ein neues Gebäude ersetzt. Unter den Nachkommen machte sich Franklyn Georgii (1847-1900), ein Enkel Georg Heintich Wirths und seit 1881 Alleinbesitzer des Unternehmens, in besonderem Maße verdient.

Er kaufte eine zweite, 1887 in Rauenstein gegründete und 1892 niedergebrannte Porzellanfabrik, ließ sie wieder aufbauen und als Werk II seines Betriebes weiterführen. Hier wurden seit 1893 vorwiegend Figuren, Nippessachen, Luxusartikel, später hauptsächlich Puppenköpfe und billige Massenartikel, sogenannte Stapelware, produziert.
Im Februar 1901 wurde die Firma Friedrich Christian Greinür & Söhne, mit Rückwirkung vom 1. Januar 1900. in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Es ist bezeichnend, daß dem Aufsichtsrat neben Hermann Georgii aus Leipzig, dem Bruder Franklin Georgiis, unter anderem der Meininger Bankier Dr. Gustav Strupp (als Vorsitzender), Fabrikdirektor Dr.Hans Heubach aus Kloster Veilsdorf und Kommerzienrat Max Ortelli aus Sonneberg angehörten. Die Gesellschaft verschuldete, kurz vor dem zweiten Weltkrieg wurde ihr Unternehmen von dem mächtigen Porzellankonzern in Kahla aufgekauft und -alslästiger Konkurrent.
Franklyn Georgii Lonny Georgii

 

 

DATEN ZUR GESCHICHTE DES "NEUEN SCHLOSSES" RAUENSTEIN

1615 ERWÄHNUNG EINES ALTEN SCHLOSSES ZU RAUENSTEIN ALS WÜST UND ÖD
1635 VÖLLIGER UNTERGANG DES ALTEN SCHLOSSES IN DEN WIRREN DES DREISSIGJÄHRIGEN KRIEGES
1690 DAS NEUE SCHLOSS WIRD VON HANS SIEGMUND VON SCHAUMBURG ERBAUT
1729 VERKAUF DES BESITZES DURCH DIE TOCHTER DES HANS SIEGMUND VON SCHAUMBURG, FRAU VON HANSTEIN, AN DEN MEININGER HOF
1783 BRUDER GREINER SCHLIESSEN EINEN KAUFVERTRAG MIT HERZOG GEORG. AB UND ERRICHTEN EINEN ERSTEN BRENNOFEN UNTERHALB DES SCHLOSSES
1784 EIGENTLICHES GRUNDUNGSDATUM DER RAUENSTEINER PORZELLANMANUFAKTUR (TAG DER ZUSAMMENLEGUNG DER BETRIEBSKAPITALIEN )
1786 DER KAUF DES SCHLOSSES WIRD VOLLZOGEN UND DIE DREI BRUDER GREINER BEGINNEN DIE SCHRITTWEISE UMGESTALTUNG ZUM . BETRIEB I
1787 DAS NEUE BRENNHAUS AM SCHLOSS WIRD EIN RAUB DER FLAMMEN
1849 DER BETRIEB I WIRD ALLEINIGER BESITZ VON GEORG HEINRICH WIRTH UND SPÄTER DEM WERKII ANGEGLIEDERT
1901 DIE PORZELLANMANUFAKTUR WIRD IN EINE AKTIENGESELLSCHAFT UMGEWANDELT ( PORZELLANFABRIK RAUENSTEIN VORMALS FR.CHR.GREINER UND SÖHNE AG )
1929 LETZTE MASSENPRODUKTION VON GEBRAUCHSPORZELLAN -AUFGABE DER PRODUKTION IM E3ETRIEE3I UND UBER0A13E VON EXPORTAUFTRÄGEN AN DIE FIRMA HARING IN KÖPPELSDORF
1930 MAI BIS SEPTEMBER,KAUF DES SCHLOSSES DURCH DIE GEMEINDEVERWALTUNG RAUENSTE[N. DIE PORZELLANFABRIK WIRD ABGEBROCHEN UND DAS SCHLOSS SOLL RENOVIERT WERDEN
1934 ÜBERNAHME DES RESTLICHEN BETRIEBES DURCH DEN KAHLA- KONZERN UND ENDGÜLTIGE EINSTELLUNG DER PORZELLANHERSTELLUNG IN RAUENSTEIN. UMBAU DES SCHLOSSES ZUM WOHNHAUS UND SITZ DER GEMEINDEVERWALTUNG.

QUELLEN: ORTSCHRONIK DER GEMEINDE RAUENSTEIN BAND1,
S5ff DIE GESCHICHTE DER PORZELLANMANUFAKTUR RAUENSTErN 1783 -1908,
LOUIS KOCH MÜNDLICHE AUSKUNFT DES EHEMALIGEN PORZELLANMALERS FRITZ WOLF, RAUENSTEIN

 

 

 
 
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